Hallo ihr Lieben,

schon wieder sind einige Tage vergangen und ich bin weiter von der Küste ins Hochland gezogen. Auf dem Weg von Tangalle nach Ella habe ich einen Zwischenstopp eingelegt im Udawalawe National Park. Uda..was? Ja, lange konnte ich es auch nicht aussprechen – der Gastgeber in einer Unterkunft hat sich kaputt gelacht, als ich es nach dem 5. mal immer noch nicht richtig sagen konnte :D.
Es gibt in Sri Lanka jede Menge National Parks – diese Übersicht hat mir ganz gut geholfen mich bzgl. der Nationalparks zu orientieren.

Letztendlich habe ich mir für den Udawalawe National Park entschieden, weil es nicht ganz so voll sein soll wie der Yala National Park, eine große Elefanten-Population hat und besser am Weg lag als den Bundala National Park.

 

Wo liegt der Udawalawe National Park?

Der Udawalawe National Park liegt im Süden Sri Lankas, ungefähr auf halber Strecke zwischen Tangalle und Ella.

 

Udawalawe National Park – Übernachtung

Rund um den Nationalpark gibt es einige Unterkünfte* – hier kann man sich einquartieren, wenn man bereits am Vortag anreist.

Ich selbst kam morgens direkt mit dem Fahrer aus Tangalle. Morgens um 4.45 Uhr ging es los – der frühe Vogel sieht den Elefanten (oder so ähnlich).

 

Udawalawe National Park – so ging’s los

Mein Plan: sehr früh dran sein, als einer der ersten Jeeps in den Park fahren, direkt zu einem der Wasserlöcher/ dem großen See fahren und dort im Sonnenaufgang eine Elefanten-Gruppe am Wasser fotografieren.

Die Realität: Wir kamen auf der Fahrt gut durch, ich hatte noch Zeit für ein erstes Nickerchen und ich war begeistert, als mein Fahrer mich weckte, weil schon auf der Fahrt entlang des Parks plötzlich ein Elefant am Zaun stand.

Udawalawe_National_Park

 

Mein Fahrer hatte vorab einen Jeep mit Guide organisiert, hopp umgestiegen und dann ging’s zum Eingang. Mein Fahrer hat dort kurz die Eintritts-Tickets für den Nationalpark besorgt (je früher, desto besser, damit man nicht anstehen muss) und so waren wir tatsächlich das 5. Auto in der Schlange, das um Punkt 6 Uhr nach Öffnung in den Park fuhr. Ich mag es, wenn Pläne funktionieren.
Doch Stop… An der Einlasskontrolle bemerkte der Kontrolleur, dass der Fahrer das falsche Ticket gelöst hatte (1 Person zu wenig) und wir mussten wieder umdrehen. Der Moment, als wir an den freudig rein fahrenden Jeeps vorbei zurück ruckelten und ich in die ungläubig schauenden Gesichter in den anderen Jeeps schaute, war schlichtweg enttäuschend. Ich sah das Sonnenaufgangsbild der Elefanten am Wasserloch in weite Ferne rücken. Bis der Fahrer das richtige Ticket hatte (jetzt war Anstehen angesagt), verging einige Zeit und dann waren bestimmt 30 oder 40 Jeeps vor uns. Naja, man kann nicht alles haben…

Dafür begrüßten mich dann im Park jede Menge Wälder, Steppen und ein schöner See sowie diverse Wasserlöcher. Und lustig ruckelige Pisten, die mich an den Kakadu Nationalpark in Australien erinnert haben.

 

Udawalawe National Park: Tiere

Der Park ist vor allem für seine Elefanten bekannt – und tatsächlich dauerte es nicht lange bis der erste Dickhäuter aus dem Wald getrottet kam und im Sonnenaufgang direkt neben dem Jeep stehen blieb. Ein wunderschöner, faszinierender Moment, wie der Elefant dort erst stand, sich ein wenig mit Dreck beworfen hat, dann einen Vogel vom Weg gekickt hat und dann direkt am Jeep vorbei gelaufen kam.

Udawalawe_National_Park

Es folgten weitere Elefanten – mal alleine, mal zu zweit, mal zu dritt, einmal trafen sich auf einer Wiese mehrere gleichzeitig. Was für ein schönes Gefühl, wirklich beeindruckende Tiere. Und so lustig ihnen zuzusehen, wie sie essen, sich am Bein kratzen oder einfach durch die Gegend streiften.

 

Doch auch sonst gab es jede Menge zu sehen – Äffchen, Pfauen, Wasserbüffel, Warane… Nur Leoparden und Krokodile haben sich nicht blicken lassen. Aber hey, das ist kein Zoo, sondern ihre natürliche Umgebung. Wenn sie nicht wollen, können Sie sich zurückziehen, das ist doch super.
Mein Fahrer meinte, dass er am Tag vorher im Yala National Park war, dort hätten sie fast gar keine Tiere gesehen. Da freue ich mich über meine Ausbeute doch sehr.

Die Safari hat ungefähr 3 Stunden gedauert (vielleicht auch kürzer, ich war abgelenkt und hab nicht auf die Zeit geachtet) und dann ging’s auch schon wieder zurück zum Ausgang.

 

Udawalawe National Park: Mein Fazit

Für mich war es auch ohne mein Wunschbild der Elefanten am Wasserloch eine wirklich schöne Erfahrung und ich habe viele Elefanten gesehen.

Lediglich organisatorisch fand ich es nicht ganz ideal. Die meisten Jeeps fuhren nur mit 1-2 Personen/ Touristen besetzt in den Park, manche auch mit mehr. Das ist zwar gut für die zahlreichen Safari-Jeep-Betreiber, könnte aber sicherlich besser organisiert werden. So war es zumindest ein nicht ganz so günstiger Spaß – der sich aus meiner Sicht jedoch gelohnt hat.

Eine Safari ohne Tele-Objektiv ist zwar zum Fotografieren nicht halb so spaßig wie mit – aber es geht ja nicht immer nur ums perfekte Bild ;). Und Spaß gemacht hat’s trotzdem.

Melanie_Udawalawe

 

Wie geht’s weiter?

Vom Udawalawe National Park ging es für mich direkt weiter ins Hochland nach Ella.

Teaser vorab: Auch hier hat es mir so gut gefallen, dass ich spontan verlängert habe. Doch mehr dazu im nächsten Reisebericht. Bis ganz bald.

Simply Udawalawe. Simply me.

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2 Antworten auf „Udawalawe National Park: Safari“

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